Aktuelles, Allgemein, Top-Themen / Oktober 2015

Region: Asylzustrom geht ungebrochen weiter

Nach einer vergleichsweise langen Ruhephase rund um das Thema Asyl in der Städteregion Bonn müssen nun in kürzester Zeit tausende neue Asylbewerber untergebracht werden.

Der Rhein-Sieg-Kreis rechnet mit kurzfristig benötigten 1.400 Unterbringungsplätzen, die dezentral in allen 19 Städten und Gemeinden geschaffen werden sollen. Viele lokale Entscheidungsträger fühlen sich bereits überfahren und übergangen. Selbst Helfer kritisieren die mangelhafte Informationspolitik aus dem Landratsbüro. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Material und Kapazitäten und gerade in den ländlicheren Regionen werden nicht nur die direkten Anwohner langsam unruhig.

In Bonn hieß es ursprünglich, man müsse im Monat Oktober mit bis zu 400 neuen Asylbewerbern rechnen. Diese Zahl wurde kurz darauf auf über 1.000 korrigiert. Container sollen errichtet werden, da der Immobilienmarkt dank von der Krise profitierenden Spekulanten hinsichtlich kostengünstiger Gebäude und Grundstücke ausgelastet ist. Infrage kommen Stellplätze in Buschdorf und Ippendorf, es ist aber zu erwarten, dass diese nur die Spitze des Eisbergs darstellen werden.

vonmengersen„Die Kapazitäten werden angesichts schwindender Finanzen und einer stetigen Preissteigerung im betreffenden Segment bald vollkommen erschöpft sein“,

analysiert der PRO-NRW-Stadtverordnete Christopher Freiherr von Mengersen die aktuelle Lage treffend.

„Es ist nun dringend an der Zeit, zuerst auf kommunaler Ebene einen Aufnahmestopp zu verhängen, zumindest bis die rechtskräftig abgelehnten Personen, von denen alleine in Bonn über 500 auf unsere Kosten leben, außer Landes geführt wurden“,

so der 22-jährige Student der Rechtswissenschaften abschließend.

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